Die Kranz'sche Sippe
  Ulan Alfred Kranz
 
Ulan
Alfred Kranz

(wahrsch. aus Lampersdorf/Steinau/Niederschlesien)

In der Nacht zum 18. Juni (1918) wird das Lager von Fliegern mit Bomben beworfen und am 22. Juni durch Flachbahngeschütze beschossen. Gleichzeitig zieht eine Gaswolke über das Lager, sodaß die Gasmasken angelegt werden. In der folgenden Nacht wird das Lager wieder von Fliegern angegriffen. Im ganzen werden 5 Pferde verwundet. Serg. Kögel und Ulan Kranz werden durch Granattreffer getötet. Vizewachtm. Hilmer berichtet: „In der Nähe von Montauban unweit der Straßenkreuzung Bray-Albert, die vom Feinde oft unter Feuer genommen wurde, befanden sich einige unserer Straßenposten. Sie hatten auf Verkehrsdisziplin zu achten und unnütze Belastungen der Wagen zu verbieten, da die Kolonnenpferde geschont werden mußten. In einem Durchlass unter der Chaussee hatten sie sich eingerichtet. An einer Seite war der Tunnel dicht verschanzt. 2 m vor der anderen Oeffnung ging ein Bahndamm. Man konnte sich also geborgen fühlen. Dennoch schlug eine Granate direkt zwischen Bahndamm und der offenen Tunnelöffnung. Die Wirkung war entsetzlich. Dem Sergt. Kögel hatten Spliter den Hals durchschlagen und beide Beine abgerissen. Die Ulanen Kranz und Herrmann lagen besinnungslos vor dem Unterstand. Ulan Zahn, der auf der Straße Posten stand und so dem gleichen Schicksal entgangen war, kam bei mir angelaufen und erzählte das Unglück. Wir brachten den Toten und die Verwundeten zurück. Kranz starb noch am gleichen Tage, während Hermann nach Deutschland transportiert wurde.“


 
Quelle: Dr. Lemke: Geschichte der Reserve-Kavallerie-Abteilung 50, Verlag Tradition Wilhelm Kolk, Berlin, 1929, S.50-51

 
   
 
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