Die Kranz'sche Sippe
  Legionaer
 

Hans (Wolfgang Fritz) Kranz

Hans II. wurde am 7.2.1928 in Magdeburg unehelich als Hans Berger geboren. Nach der Heirat seiner Mutter mit Hans Kranz I. am 30.1.1932 in Gernrode/Harz erhielt er den Namen Kranz. Sein Vater Hans I. starb am 14.8.1936 in Leipzig bei einem Motorradunfall beim NSKK. Am 30.4.1941 zog die Familie nach Litzmannstadt (Lodz), wohin der Schwiegervater kriegsdienstverpflichtet war. Nach Ableistung seiner Zeit beim RAD wurde Hans 1944 eingezogen und kam nach der Ausbildung an die Ostfront. Nach einer Verwundung soll er auf der Unteroffiziersschule in Posen (Poznan) gewesen sein und danach zur Waffen-SS gekommen sein. Nach Kriegsende soll er kurze Zeit in einem Kriegsgefangenenlager in der amerikanischen Besatzungszone gewesen sein.

Nach seiner Entlassung hat er dann im Rahmen der sowjetischen Reparationsleistungen im Harz bei der Harzbahn gearbeitet und als es dann zu einem weiteren (unbefristeten) Arbeitsaufenthalt nach Russland gehen sollte..., ist er vorsichtshalber in die französische Zone gegangen und hat sich dort zur Fremdenlegion verpflichtet.

Am 21.10.1947 trat er in die Legion ein (er engagierte in Marseille) und verpflichtete sich zunächst für fünf Jahre. Von Marseille ging es im Dezember 1947 nach Oran, von wo aus im März 1948 der Transport nach Saigon abging (mit dem Truppentransporter NANTES). Von Saigon kam er im Mai 1948 nach Haiphong und diente dort bis Mai 1950 im 3. Regiment / 1. Bataillon / 4. Kompanie (Capitaine Mattéi). Das I./3.REI übernahm ab Anfang 1948 den Schutz der Route Coloniale 3, welche von Cao Bang nach Süden in Richtung Hanoi verläuft, auf dem Abschnitt von Cao Bang bis Bac Kan.

                                                                             


1950 war er mehrfach in Algerien und Marokko eingesetzt und diente u.a im 1.Regiment / CP1 le und im 4.Regiment / 3. Bataillon / CB le, welches den Nachschub für Indochina stellte.

Im Januar 1951 ging er zurück nach Indochina, wo er bis zu seinem Tod diente und seine Dienstzeit mehrfach verlängerte. Von 1951-52 war er kurzzeitig in der 12. Kompanie.

Am 1.10.1952 wurde er zum Sergent befördert.

Von 1952-54 diente er in der 10. Kompanie des 3. Bataillon des 3. Regiments.

Er fiel im Rang eines Sergent (Unteroffizier) am 13.4.1954 beim Kampf um Dien Bien Phu auf dem Stützpunkt Isabelle bei einem Aufklärungseinsatz.


Er erhielt folgende Auszeichnungen:


Tagesbefehl Nr.74 vom 17 März 1952

Der General des Armeekorps de LINARES,
Kommandant der Landstreitkräfte
in Nord-Vietnam

belobigt
an die Adresse des Regiments

KRANZ Hans – Gefreiter – Matricule 51 461 – 3/3éme R.E.I.

„Gruppenführer mit großem Mut in Verbindung mit beispielhafter Ruhe und Kaltschnäuzigkeit. Bei einem Sturmangriff auf das Dorf NGHI-GIANG (Tonkin), am 8 Februar 1952 hat er, unter Bewunderung aller, seine Gruppe hervorragend mitgerissen.“

 

Diese militärische Belobigung schließt die Verleihung des "Kriegsverdienstkreuz mit Bronzestern" für den Kriegsschauplatz in Fernost ein.

                              gezeichnet: de LINARES

Tagesbefehl Nr.425 vom 25 April 1952

Der General des Armeekorps de LINARES,
Kommandant der Landstreitkräfte
in Nord-Vietnam

belobigt
an die Adresse der Division

KRANZ Hans – Gefreiter – Matricule 51 461 – 3/3éme R.E.I.

„Gruppenführer der F.V. (Forces au Vietnam – Streitkräfte in Vietnam) wurde durch Mörser-Splitter am 7 März 1952 während der Schlacht um DONG-CUONG (Tonkin) im Gesicht verletzt. Er hat sich geweigert evakuiert zu werden, um die Befehlsgewalt über seine Einheit zu sichern.“

Diese militärische Belobigung schließt die Verleihung des "Kriegsverdienstkreuz mit Silberstern" für den Kriegsschauplatz in Fernost ein.

                              gezeichnet: de LINARES



Kriegsverdienstkreuz mit Stern in Bronze
 






 (Bild folgt)

Kriegsverdienstkreuz mit Stern in Silber


Tagesbefehl Nr.145 vom 27 Februar 1954

Der General der Division COGNY,
Kommandant der Landstreitkräfte
in Nord-Vietnam

belobigt
an die Adresse der Division

KRANZ Hans – Unteroffizier – Matricule 51 461 – 3/3éme R.E.I.

Junger Unteroffizier, der sich erneut am 22 Oktober 1953 in CAU-DAI (Nord-Vietnam) ausgezeichnet hat. Ungeachtet des heftigen feindlichen Sperrfeuers hat er seine Legionäre prachtvoll zum Gegenangriff geführt, um eine Einheit aus Schwierigkeiten zu befreien. Durch sein Blitzmanöver hat er den Erfolg des Angriffs gewährleistet und die Gefangennahme mehrerer Rebellen mit ihren Waffen sichergestellt.“

 

Diese militärische Belobigung schließt die Verleihung des "Kriegsverdienstkreuz mit Silberstern" für den Kriegsschauplatz in Fernost ein.

                            


                                                       gezeichnet: COGNY

Dekret vom 27 Juni 1955, bezüglich der Vergabe der Militärmedaille

 

Der Präsident der Republik ordnet an,
folgende Militärpersonen mit der
Militärmedaille auszuzeichnen: 

KRANZ Hans – Unteroffizier – Matricule 51 461 – 3/3éme R.E.I.

Führer der Kampfgruppe „CHOC“ innerhalb einer Sektion der F.V. (Forces au Vietnam – Streitkräfte in Vietnam) mit hohem moralischen Wert und Kampfgeist. Seit dem 13 März 1954 in Dien Bien Phu (Tonkin) hat er ausgezeichnete militärische Qualitäten und große Führungsstärke bewiesen. Er hat in den schwierigsten Momenten eine exemplarische Ruhe und Mut gezeigt und hat es verstanden, bei seinen Männern eine hohe moralische Kampfkraft zu erhalten, unter ständigem Einsatz seines Lebens, während täglicher und nächtlicher Patrouillen. Anlässlich eines Aufklärungseinsatzes bei Tage im nördlichen Teil des von seiner Kompanie gehaltenen Frontabschnittes bei P.A. (militärisches Gebiet bei Dien Bien Phu) ist er Anfang April 1954 in einen feindlichen Hinterhalt geraten und im Nahkampf glorreich gefallen, als er versuchte zwei seiner schwerverletzten Stosstruppgrenadiere zu retten.“

Diese militärischen Belobigungen schließen die Verleihung des "Kriegsverdienstkreuz mit Palme" für den Kriegsschauplatz in Fernost ein.

                                                        gezeichnet: COTY
(Bild folgt)
Kriegsverdienstkreuz mit Stern in Silber
 
                   
    Kriegsverdienstkreuz            Militär-Medaille
              mit Palme
 


Desweiteren wurden ihm folgende Medaillen verliehen:



Verwundeten-
medaille


Kolonialmedaille mit
  Spange "Extrem-Orient"

Indochina-
Gedenkmedaille



Mit Dekret vom 27.6.1955 verlieh der französische Präsident ihm posthum die Militärmedaille.


 

 
   
 
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